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Aktives Risikomanagement

Die Integration des risikobewussten Denkens und Handeln im praktischen Alltag bedarf vielfach der Bewusstseinsförderung. Es gilt, die Wahrnehmungsfähigkeit der Handelnden zu fördern und zu fokussieren. Hierbei kommt den leitenden Mitarbeitern eine entscheidende Rolle zu. Sie müssen verantwortlich Instrumente und Abläufe bereitstellen, um den Praxistransfer sicherzustellen. Dazu sollten bereits in der Praxis bewährte Systeme einbezogen und erweitert werden. Zum innerbetrieblichen Aufbau und zur Integration von Risikomanagementinstrumenten biete ich individuelle Schulungen und Beratung für Organisationen an. Zu Beginn steht eine Bedarfsanalyse für die konkrete Planung von Maßnahmen und daraus abzuleitender Ziele. Die Ziele bilden die Grundlage für die Planung abgestimmter lösungsorientierter Schritte.

Zu meinem Angebotsspektrum gehört:

  • Grundlagenschulung zum praktischen Risikomanagement
  • Innerbetriebliche Ausbildung von Prozessbeauftragten für QM/Risikomanagement
  • Fachberatung in der QM-Systemumstellung z.B. auf die DIN ISO 9001:2015 oder EN 15224
  • Erweiterte Ausbildung von Mitarbeitern mit Verantwortung
  • Bedarfsorientierte punktuelle Unterstützung im innerbetrieblichen Systemaufbau eines Risikomanagementsystems
  • Schulungen zu anwendungsorientierten Qualitätsmethoden im Risikomanagement
  • Schulungen zum proaktiven Projektmanagement der Risikomanagementsystemeinführung für Projektleiter
  • Durchführung von Risikoanalysen und Bewertungen
  • Schulung zur Durchführung von Risikoaudits
  • Teamtrainings: Führen von schwierigen Gesprächen
  • Anleitung und Coaching im Risikomanagementprozess
Ziele meiner Risikoberatung sind:
  • Förderung der praktischen Umsetzung von Risikomanagement
  • Bewusstseinsförderung zur Vermeidung von Gefahren im praktischen Alltag
  • Förderung der Patientensicherheit
Aktuelle Anforderungen im Risikomanagement - Gesundheit und Soziales

Die aktuelle Patientenversorgung ist durch hoch spezialisiertes Fachwissen, den Einsatz von umfassender Diagnostik und moderner Therapie, Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung und Effektivität der Prozesse geprägt. Diese Komplexität, Vielfalt der Schnittstellenübergänge und wechselnde Personen in der Versorgung und Behandlung bringen Gefahren mit sich. Diese Gefahren können verschiedene Ursachen haben. Wird aus einer gefährdenden Situation ein potenzielles Risiko für einen Fehler, muss ein geeignetes Management dafür sorgen, dass dieser entweder frühzeitig erkannt und vermieden werden kann oder nach Auftreten eines Fehlers dieser schnellstmöglich behoben wird.

Aufgrund der zunehmenden Dynamik und der Komplexität von Versorgungsprozessen in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen, müssen die Fokussierung und Vermeidung von Gefahren immer stärker betrachtet werden. Die organisatorischen Risiken, die Risiken. die zu Versorgende mitbringen und der Existenzkampf unter den Einrichtungen führen zunehmend zu Belastungen.

Gesetzliche Grundlagen

Vom Gemeinsamen Bundesausschuss wurde im April 2014 ein Beschluss über eine Änderung der Vereinbarung des Gemeinsamen Bundesausschusses gemäß §137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 SGB V verabschiedet. Darin werden die grundsätzlichen Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement für nach §108 SGB V zugelassene Krankenhäuser erweitert. Die bisherigen Anforderungen des §137 Absatz 1d Satz 1 SGB V werden in §5 b zum Klinischen Risikomanagement und Fehlermeldesysteme erweitert. Diese Änderungen werden in einer Qualitätsmanagement-Richtlinie für Krankenhäuser (KQM-RL) als neue Anforderungen vorgegeben und sind im April 2014 in Kraft getreten.

Was muss umgesetzt werden?

Auf der Grundlage des Gesetzes zur Verbesserung der Rechte von Patientinnen und Patienten (Februar 2013) sind Krankenhäuser verpflichtet, ein patientenorientiertes Beschwerdemanagement anzubieten und durchzuführen. Ergänzend zu den bestehenden Anforderungen, sollen ein Risikomanagement- und ein Fehlermeldesystem in die Organisationen integriert werden. Neu aufgenommen wurden Mindeststandards für ein klinisches Risikomanagement und ein einrichtungsinternes Fehlermeldesystem sowie die Teilnahme an einrichtungsübergreifenden Fehlermeldesystemen.

Was sind die erforderlichen Schritte dazu?

Die Vermeidung von Fehlern, das rechtzeitige Erkennen von Gefahren und die damit verbundenen Präventivmaßnahmen stehen derzeit sehr im Fokus. Neben den betriebswirtschaftlichen Risiken müssen die ablaufspezifischen jederzeit beobachtet und Gefahren durch geeignete Maßnahmen möglichst reduziert werden. Für Gesundheitseinrichtungen ergibt sich gesetzlicher Handlungsbedarf zur verbindlichen Einführung von Risikomanagementsystemen. Daher werden zu den bestehenden Regelungen für das Qualitätsmanagement von Gesundheitseinrichtungen Maßnahmen zum Risikomanagement zur Absicherung der Sicherheit für Patienten erwartet. Dazu sollten Methoden zum Risikomanagement innerbetrieblich nutzbar verankert werden.

Die Beobachtung der Sicherheit von Abläufen, die Patientensicherheit und deren regelmäßige Kontrolle müssen im Rahmen des Managements in das innerbetriebliche Vorgehen integriert und umgesetzt werden. Dazu können die Grundprinzipien des Risikomanagements hilfreich sein: Maßnahmen zum systematischen Erkennen von Gefahren und Risiken, deren Analyse, deren Bewertung und die Übernahme von Impulsen daraus in das innerbetriebliche Verbesserungswesen.

Was ist zu tun?

Organisationen müssen eine sinnvolle Vorgehensweisen und geeignete Lösungen und Instrumente zum Risikomanagement einführen und nutzbar etablieren, unter Einbeziehung bestehender interner Regelungen. Dazu müssen die Verantwortlichen mögliche Instrumente und Methoden vorgeben und für den praktischen Alltag nutzbar bereitstellen.

Zudem muss ein proaktives Projektmanagement die Einführung des Risikomanagements gut unterstützen. Da diese Anforderungen eine zusätzliche Belastung für alle Beteiligten darstellen, sollten die Grundprinzipien des Veränderungsmanagements ebenfalls einfließen.